- Eintritt
- 24,95 £ für Erwachseneca. 29 €, Kinder 5 bis 15 Jahre 17,95 £, unter 5 frei
- Preise 2027
- 25,95 £ für Erwachsenejedes Ticket 1,00 £ teurer
- Öffnungszeiten
- Ab 9:00 Uhrregulär So bis Do bis 20:00, Fr bis 21:00, Sa bis 21:30 Uhr, 25.12. zu
- Dauer
- Etwa 1 Stunde 45 MinutenTicket gilt den ganzen Tag
- Aufzug
- Keiner, nur Treppensechs Etagen, Kinderwagen bleiben unten
- Fotos
- Überall erlaubtaußer in der Kammer der Camera Obscura
- Adresse
- 549 Castlehill, The Royal Mile, EH1 2NDoben an der Royal Mile, nahe dem Castle
Die Camera Obscura Edinburgh ist ein Haus voller optischer Täuschungen am oberen Ende der Royal Mile, nur einen Steinwurf vom Edinburgh Castle entfernt. Ganz oben im Turm zeigt eine alte Camera Obscura ein Live-Bild der Stadt. Darunter liegen Etagen mit Spiegelkabinett, Drehtunnel, Hologrammen und vielen weiteren Täuschungen zum Anfassen. Erwachsene zahlen 2026 dafür 24,95 £. Hier liest du, was dich erwartet, was der Besuch kostet und zu welcher Uhrzeit du am besten kommst. Nachgesehen haben wir alles am 30.09.2026.
Was die Camera Obscura ist
Eine Camera Obscura ist im einfachsten Fall ein dunkler Raum mit einem kleinen Loch in einer Wand. Fällt draußen helles Licht hindurch, erscheint auf der gegenüberliegenden Wand ein auf dem Kopf stehendes Bild der Außenwelt.
Die Camera Obscura in Edinburgh funktioniert genauso, nur aufwendiger. Oben im Turm sitzt ein schräg gestellter Spiegel, der das Licht in ein großes Rohr mit drei Linsen lenkt. Unten in der dunklen Kammer siehst du dann die Straßen der Stadt, live, ohne dich zu bewegen.
Tagsüber zeigen dir Guides in geführten Vorführungen die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Wie oft die Vorführung läuft, ist nirgends angegeben. Nach Einbruch der Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter läuft stattdessen eine Projektionsshow mit Aufnahmen von der Spitze des Turms. Das Live-Bild hängt also am Tageslicht, und daran denkst du bei der Wahl der Uhrzeit.
Maria Short und der Outlook Tower
Die Geschichte der Camera Obscura beginnt mit einer Frau, die eine gute Geschichte zu erzählen wusste. Maria Short kam 1827 aus Westindien nach Edinburgh und gab sich als Tochter des Instrumentenbauers Thomas Short aus. Das war ein Skandal, denn Thomas Short war fast 40 Jahre zuvor gestorben. Bewiesen hat sie die Behauptung nie, aber sie machte sie zur Erbin seines Great Telescope.
1835 eröffnete Maria Short auf dem Calton Hill ein Popular Observatory, kurz darauf kam die Camera Obscura dazu. 1849 musste sie auf Druck des Stadtrats schließen. 1853 zog sie mit ihrem Unternehmen, nun Short’s Observatory genannt, an die Royal Mile und ließ das Mietshaus aus dem 17. Jahrhundert um zwei Etagen aufstocken, damit ihre Gäste den besten Blick der Stadt bekamen.
Nach ihrem Tod kaufte der Universalgelehrte Patrick Geddes das Haus samt Camera Obscura. Er wollte die Lebensbedingungen in der Old Town verbessern, nannte das Haus Outlook Tower und machte es zu einem Zentrum des Lernens. 1977 übernahm David Hayes mit Visitor Centres Ltd, seither ist es ein Familienunternehmen. Das Haus gilt als erste eigens gebaute Besucherattraktion Edinburghs, und die Camera Obscura auf dem Dach ist 173 Jahre alt.
Fünf Etagen Illusionen und die Dachterrasse
Die Camera Obscura and World of Illusions verteilt sich auf fünf Etagen mit über 100 Exponaten zum Anfassen, darüber liegt die Dachterrasse. Das Gebäude hat damit sechs Etagen, alle nur über Stiegen erreichbar.
Erdgeschoss. Hier sind Kasse und Shop, dazu die Heiratsmaschine AutoWed und die Giant Kaleidosphere. Die AutoWed kannst du auch ohne Ticket nutzen, sie kostet 5 £.
Etage 2, Bewilderworld. Die größten und beliebtesten Illusionen: das Spiegelkabinett Mirror Maze, der Vortex Tunnel, ein sich drehender Tunnel, der dein Gleichgewicht durcheinanderbringt, und eine Glasbrücke mit Blick auf Edinburgh.
Etage 3, Eye Spy Edinburgh. Mikroskope, Zerrspiegel im viktorianischen Stil, der glitzernde Infinity Corridor, Live-Kameras über der Stadt und eine Wärmebildkamera.
Etage 4, Light Fantastic. Hologramme, der Ames Room, in dem Menschen scheinbar schrumpfen und wachsen, und die Pinwall aus genau 4.947 Stiften. Hier liegen auch ein Ruheraum, eine Toilette und eine Wasserstelle.
Etage 5, Magic Gallery. Der Electric Room mit Plasmaröhren und einer großen Plasmakugel, mit der du per Hand eine Leuchtröhre an der Wand zum Leuchten bringst, die Shadow Wall und der Light Dancer, eine moderne Form des Zoetrops.
Etage 6, Dachterrasse. Von hier hast du einen Rundumblick auf die Royal Mile, das Castle und den Firth of Forth. Hier oben sitzt auch die Camera Obscura selbst.
Was der Besuch kostet
Erwachsene zahlen 2026 für die Camera Obscura 24,95 £, rund 29 €. Studierende mit Ausweis und Menschen ab 65 Jahren zahlen 21,95 £, rund 26 €, Kinder von 5 bis 15 Jahren 17,95 £, rund 21 €. Unter 5 Jahren ist der Eintritt frei, Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung ebenfalls.
Die Preise für 2027 stehen schon fest, jedes Ticket wird um 1,00 £ teurer: Erwachsene zahlen dann 25,95 £, Kinder 18,95 £. Ein Familienticket gibt es nicht, jedes Ticket wird einzeln berechnet. Mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zahlst du 2026 also 85,80 £, rund 100 €.
Sparen kannst du mit Early Bird und Night Owl: Buchst du an ausgewählten Tagen online einen Einlass vor 9 Uhr oder nach 19 Uhr, zahlst du 4 £ weniger, als Erwachsene:r also 20,95 £. Die nächsten Termine dafür sind vom 24. bis 31. Oktober. Dein Ticket gilt den ganzen Tag, mit Handstempel kannst du rausgehen und später wiederkommen. Umbuchen oder stornieren kannst du bis 24 Stunden vorher.
Öffnungszeiten und die beste Zeit
Die Camera Obscura hat bis spät am Abend offen. Regulär gilt: sonntags bis donnerstags 9:00 bis 20:00 Uhr, freitags 9:00 bis 21:00 Uhr, samstags 9:00 bis 21:30 Uhr. Vom 10. bis 23. Oktober sperrt sie täglich von 9:00 bis 21:30 Uhr auf, vom 24. bis 31. Oktober schon um 8:30 Uhr. Am 25. Dezember ist zu.
Am ruhigsten ist es gleich in der Früh, dann hast du mehr Platz. Denk außerdem ans Tageslicht: Das Live-Bild in der Kammer funktioniert nur, wenn es draußen hell ist. Kommst du bei Dunkelheit, siehst du die Projektionsshow. Weil das Haus oft ausverkauft ist, vor allem an Feiertagen und Wochenenden, buchst du am besten vorab online ein Zeitfenster.
Treppen, Kinderwagen und Gepäck
Das Haus aus dem 17. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz und hat keinen Aufzug. Alle sechs Etagen erreichst du nur über Stiegen. Kinderwagen bleiben deshalb im Eingangsbereich, dafür leiht dir das Team kostenlos eine Babytrage. Kinder bis 12 Jahre dürfen nur mit einem Erwachsenen ab 16 Jahren hinein.
Für Gepäck und große Rucksäcke gibt es eine kleine Ablage an der Kasse, aber keinen garantierten Platz. Für einen ganzen Tag gibst du dein Gepäck besser in eine der Aufbewahrungen in der Stadt. Hunde dürfen nicht mehr hinein, ausgenommen Blinden- und Assistenzhunde. Ein Café hat das Haus nicht, Snacks gibt es im Shop. Zahlen kannst du mit Karte oder bar, aber nur in Pfund, Euro nimmt die Kasse nicht.
Lohnt sich die Camera Obscura?
Mit Kindern und wenn du gern selbst ausprobierst, lohnt sich die Camera Obscura. Rechne mit rund 1 Stunde 45 Minuten für alle Etagen. Für eine Familie mit zwei Kindern ist sie mit 85,80 £ allerdings kein billiger Ausflug, und bei Dunkelheit fehlt dir das Live-Bild in der Kammer. Komm also bei Tageslicht und am besten früh. Suchst du vor allem den Blick über die Stadt, bekommst du ihn auf dem Calton Hill gratis, dort sind wir 2022 einfach in der Wiese gesessen. Die Camera Obscura liegt nur ein paar Schritte vom Edinburgh Castle entfernt und passt gut in einen Tag an der Royal Mile.






