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    Währung und Bezahlen in Schottland

    Pfund, meist kontaktlos

    Währung in Schottland: Wir zahlen fast alles kontaktlos, sogar beim Dudelsackspieler ging das. Was ein Pfund kostet und warum du am Terminal Pfund wählst.

    Ratgeber · Romana und Florian HießLesezeit 6 Min.aktualisiert 24.09.2026

    Britische Pfundscheine in einem Umschlag auf einer Landkarte
    Kurz gesagt

    Schottland zahlt in Pfund Sterling, 1 £ kostet rund 1,17 €, und am Terminal wählst du Pfund.

    • Kurs am 22.09.2026: 1 € = 0,8578 £, also 1 £ ≈ 1,17 €.
    • Schottische Scheine geben drei Banken heraus, abgesichert mit vollem Gegenwert bei der Bank of England.
    • Karte reicht meistens: knapp 95 Prozent der Kartenzahlungen im Laden liefen 2024 kontaktlos.
    • Am Terminal Pfund wählen: Die Sofortumrechnung in Euro kostet dich in aller Regel mehr.
    Währung
    Pfund Sterling (GBP)kein Euro, wie im ganzen Vereinigten Königreich
    Kurs
    1 £ ≈ 1,17 €EZB-Referenzkurs 22.09.2026: 1 € = 0,8578 £
    Spanne der letzten 12 Monate
    1,13 € bis 1,18 € je PfundTiefstand 14.11.2025, Höchststand 16.07.2026
    Scheine aus Schottland
    Bank of Scotland, Clydesdale Bank, Royal Bank of Scotlanddazu Scheine der Bank of England
    Gesetzliches Zahlungsmittel
    Nur Münzen der Royal Mintkeine Banknote, auch keine schottische
    Kontaktlos
    Knapp 95 % der Kartenzahlungen im LadenBarclays-Erhebung 2024
    Kontaktlos-Grenze
    Legt seit März 2026 die Bank festvorher einheitlich 100 £
    Service Charge und Trinkgeld
    Gehen vollständig an die Beschäftigtengesetzlich seit 1.10.2024, abzüglich Steuern
    Alte Papierscheine
    Ungültig, 20 £ und 50 £ seit 30.09.2022Umtausch ohne Frist, 51 Post-Office-Filialen bis 300 £
    Übliche Trinkgeldhöhe
    — noch nicht belegt
    Karte verloren
    Sperr-Notruf +49 116 116für deutsche Karten, sofern die Bank teilnimmt

    Einen echten Grinser hat uns im Juli 2022 Edinburgh beschert: Sogar Straßenmusiker und Dudelsackspieler nahmen dort Kartenzahlung. 😆 Die Währung in Schottland ist das Pfund Sterling, wie im ganzen Vereinigten Königreich, und ein Pfund kostete am 22.09.2026 rund 1,17 Euro. Bezahlt wird fast überall kontaktlos mit Karte. Zwei Dinge verwirren trotzdem immer wieder: die schottischen Banknoten, die anders aussehen als die englischen, und die Frage am Kartenterminal, ob du in Euro zahlen willst. Beides erklären wir dir hier.

    Welche Währung hat Schottland?

    Schottland hat das Pfund Sterling, abgekürzt GBP, als Währung. Eine eigene schottische Währung gibt es nicht, wohl aber eigene schottische Banknoten. In Schottland dürfen drei Banken Scheine ausgeben: die Bank of Scotland, die Clydesdale Bank und die Royal Bank of Scotland. Dazu laufen die Scheine der Bank of England um. Die Münzen prägt für das ganze Land die Royal Mint.

    Alle diese Scheine haben denselben Wert. Ein 20-Pfund-Schein der Royal Bank of Scotland ist so viel wert wie einer der Bank of England, er sieht nur anders aus. Der Euro ist in Schottland keine Landeswährung, und einen Anspruch darauf, mit ihm zu zahlen, hast du nicht.

    Was ein Pfund kostet

    Ein Pfund kostete am 22.09.2026 rund 1,17 Euro. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank lag an diesem Tag bei 1 Euro gleich 0,8578 Pfund.

    In den zwölf Monaten davor bewegte sich der Kurs zwischen 0,8487 und 0,8846 Pfund je Euro. Pro Pfund heißt das: zwischen 1,13 und 1,18 Euro, im Mittel rund 1,15. Für die Planung reicht eine Faustregel, und die lautet Pfundpreis mal 1,17.

    Preis in Pfundungefähr in Euro
    5 £5,85 €
    10 £11,70 €
    23,50 £ (Edinburgh Castle, online)27,50 €
    50 £58,50 €
    100 £117 €

    Auf edinburgh.at nennen wir bei allen Preisen zuerst den Pfundbetrag, weil der verbindlich ist, und in Klammern eine Euro-Näherung zum Kurs des Prüftags. Das Edinburgh Castle kostet also 23,50 £, rund 27 €.

    Schottische Scheine: drei Banken, eine Absicherung

    Schottische Banknoten sind so sicher wie englische, und dafür sorgt ein Gesetz. Die ausgebenden Banken müssen Vermögenswerte zurücklegen, die mindestens so viel wert sind wie alle Scheine, die sie im Umlauf haben. Das können Scheine der Bank of England sein, britische Münzen oder Guthaben auf einem Konto bei der Bank of England. Ginge eine der Banken pleite, könnten alle Inhaber:innen ihrer Scheine aus diesen Werten entschädigt werden.

    Die Größenordnungen sind bemerkenswert. Zu den hinterlegten Bank-of-England-Scheinen gehören Noten über 1 Million Pfund, genannt Giants, und über 100 Millionen Pfund, genannt Titans. Die Bank of England prüft die Einhaltung, zählt die Bestände vor Ort und kann Geldbußen verhängen. Für das Aussehen der schottischen Scheine und ihren Fälschungsschutz ist sie dagegen nicht zuständig.

    Schottlandkarte mit Pfundscheinen, Notizbuch, Stift und einem aufgeschlagenen Bildband
    Drei Banken, drei Designs, ein Wert: schottische Pfundscheine.

    Gesetzliches Zahlungsmittel: das Missverständnis

    Der Begriff gesetzliches Zahlungsmittel sorgt für mehr Verwirrung, als er im Alltag verdient. Schottische Scheine sind weder in England noch in Schottland gesetzliches Zahlungsmittel. Englische Scheine in Schottland auch nicht. In Schottland sind überhaupt keine Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel, nur die Münzen der Royal Mint.

    Wertlos macht das keinen einzigen Schein. Der Begriff hat eine enge technische Bedeutung: Wer eine Schuld vollständig in gesetzlichem Zahlungsmittel begleichen will, kann dafür nicht verklagt werden. Welche Zahlungsmittel ein Geschäft annimmt, entscheidet es ohnehin selbst, und es darf sogar einen 50-Pfund-Schein für eine Packung Kaugummi ablehnen.

    Praktisch heißt das: In Schottland nimmt man schottische Scheine an. Reist du mit übrigen schottischen Scheinen nach London weiter, gib sie dort früh aus oder zahl mit Karte.

    Karte oder Bargeld

    Mit der Karte kommst du in Schottland fast überall durch. Wir zahlen daheim schon fast alles mit Apple Watch oder Handy und haben im Juli 2022 nach ein paar Wochen festgestellt: In Schottland zahlt man echt alles mit Karte. 2024 liefen knapp 95 Prozent der infrage kommenden Kartenzahlungen im Laden kontaktlos.

    Die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne PIN lag lange einheitlich bei 100 Pfund. Seit März 2026 dürfen Banken mit starker Betrugsabwehr sie selbst festlegen, und die britische Finanzaufsicht FCA ermuntert sie, ihrer Kundschaft eigene Grenzen oder das Abschalten zu erlauben. Für deine Karte gilt, was deine Bank festlegt, nicht was im Laden steht.

    Etwas Bargeld in Pfund schadet trotzdem nicht, etwa für die erste Taxifahrt oder wenn ein Terminal einmal streikt. Und Abheben im Zielland kann günstiger sein als Tauschen daheim.

    Euro oder Pfund am Terminal

    Am Terminal wählst du Pfund, und das ist die teuerste Entscheidung auf dieser Seite, die in zwei Sekunden fällt. Viele Terminals und Geldautomaten bieten an, den Betrag sofort in Euro umzurechnen, und werben mit einem „festen“ oder „garantierten“ Kurs. Das ist eine Kostenfalle, weil dabei oft ein erheblicher Kursaufschlag anfällt, der dir erst auf der Kartenabrechnung auffällt.

    Verzichtest du auf die Sofortumrechnung, bezahlst du in Pfund, und deine eigene Bank rechnet zum aktuellen Kurs um. Das gilt beim Bezahlen genauso wie beim Abheben. Mit Euro bezahlen klingt bequem, bringt dir am Terminal aber nichts.

    Unabhängig davon kann deine Bank ein Auslandseinsatzentgelt verrechnen, weil das Vereinigte Königreich nicht zum Euroraum gehört. Das ist ein Prozentsatz auf jede Zahlung. Ob deine Karte das tut, steht im Preisverzeichnis deiner Bank.

    Trinkgeld und Service Charge

    Seit dem 1. Oktober 2024 gilt im Vereinigten Königreich der Tipping Act. Arbeitgeber müssen Trinkgelder und Service Charges, über die sie verfügen, vollständig an die Beschäftigten weitergeben, abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Sie müssen sie fair verteilen und eine schriftliche Regelung dazu haben.

    Eine Service Charge ist ein Betrag, den das Restaurant selbst auf die Rechnung setzt, und sie kann freiwillig oder verpflichtend sein. Steht sie auf der Rechnung, hast du bereits Trinkgeld gegeben. Lies die Rechnung, bevor du etwas obendrauf legst. Bis Ende 2026 kommen weitere Pflichten für Arbeitgeber dazu, etwa die Beschäftigten vor einer neuen Trinkgeldregelung anzuhören. Wie viel Trinkgeld üblich ist, sagen wir dir ehrlich nicht, weil wir dafür keine belastbare Zahl gefunden haben.

    Alte Pfundscheine von früheren Reisen

    Alte Papierscheine der Bank of England kannst du nicht mehr ausgeben. Die Papierscheine zu 20 und 50 Pfund sind seit dem 30. September 2022 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, die zu 10 Pfund seit dem 1. März 2018 und die zu 5 Pfund seit dem 5. Mai 2017. Hast du von einer früheren Reise noch Scheine mit Elizabeth Fry, Charles Darwin, Adam Smith oder Matthew Boulton und James Watt in der Schublade, musst du sie umtauschen.

    Eine Frist dafür gibt es nicht. Am einfachsten geht es über die Post Office: 51 Filialen tauschen alte Scheine auch ohne britisches Bankkonto, wenn es höchstens 300 Pfund sind und du einen Lichtbildausweis zeigst. Per Post an die Bank of England geht es ebenfalls, derzeit aber mit Verzögerungen von bis zu 90 Werktagen und auf eigenes Risiko. Für alte schottische Scheine wendest du dich an die Bank, die sie ausgegeben hat.

    Wenn die Karte weg ist

    Sperr die Karte sofort. Für deutsche Karten gibt es den Sperr-Notruf +49 116 116. Ob deine Bank daran teilnimmt, steht auf sperr-notruf.de. Österreichische und Schweizer Karten sperrst du über die Nummer deiner Bank. Weil wir fast nur mit Karte zahlen, raten wir dir zu einer zweiten Karte von einer anderen Bank, getrennt aufbewahrt, damit du nicht plötzlich ohne Zahlungsmittel dastehst. Was du vor der Abreise sonst erledigst, steht unter Einreise mit ETA.

    Häufige Fragen

    Währung und Bezahlen in Schottland: häufige Fragen

    Welche Währung hat Schottland?

    Das Pfund Sterling, abgekürzt GBP, wie im ganzen Vereinigten Königreich. Schottland hat keine eigene Währung, aber eigene Banknoten: Bank of Scotland, Clydesdale Bank und Royal Bank of Scotland geben Scheine heraus, die genauso viel wert sind wie die der Bank of England. Der Euro ist in Schottland keine Landeswährung.

    Kann man in Schottland mit Euro bezahlen?

    Rechne nicht damit. Der Euro ist dort keine Landeswährung, und jedes Geschäft entscheidet selbst, welche Zahlungsmittel es annimmt. Einen Anspruch auf Zahlung in Euro hast du nicht. Auch am Kartenterminal zahlst du besser in Pfund, weil die Sofortumrechnung in Euro meist teurer ist.

    Was ist ein Pfund in Euro?

    Am 22.09.2026 lag der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bei 1 Euro gleich 0,8578 Pfund. Ein Pfund kostet damit rund 1,17 Euro. In den zwölf Monaten davor schwankte der Wert zwischen etwa 1,13 und 1,18 Euro. Für die Reiseplanung reicht die Faustregel: Pfundpreis mal 1,17.

    Sind schottische Pfund in England gültig?

    Ja, sie sind echtes Geld mit demselben Wert, und die ausgebenden Banken müssen sie in voller Höhe absichern. Gesetzliches Zahlungsmittel sind sie weder in England noch in Schottland, das betrifft aber nur das Begleichen von Schulden. Ob ein Geschäft einen Schein annimmt, entscheidet es selbst.

    Was bedeutet gesetzliches Zahlungsmittel in Schottland?

    Weniger, als der Begriff vermuten lässt. Er hat eine enge technische Bedeutung: Wer eine Schuld vollständig in gesetzlichem Zahlungsmittel begleichen will, kann dafür nicht verklagt werden. In Schottland sind das nur Münzen der Royal Mint, keine Banknoten. Im Alltag entscheiden Geschäfte frei, was sie annehmen.

    Brauche ich in Edinburgh Bargeld?

    Kaum. 2024 liefen knapp 95 Prozent der infrage kommenden Kartenzahlungen im Laden kontaktlos, und 2022 nahmen in Edinburgh sogar Dudelsackspieler Karte. Ein kleiner Betrag in Pfund schadet trotzdem nicht, etwa für Trinkgeld in bar. Abheben im Zielland ist oft günstiger als Tauschen daheim.

    Soll ich am Kartenterminal in Euro oder Pfund bezahlen?

    In Pfund. Terminals und Geldautomaten bieten oft an, sofort in Euro umzurechnen, und werben mit einem festen Kurs. Dabei fällt oft ein erheblicher Kursaufschlag an, und in aller Regel ist es günstiger, darauf zu verzichten. Dann rechnet deine eigene Bank zum aktuellen Kurs um.

    Kostet die Kartenzahlung in Schottland Gebühren?

    Das hängt von deiner Karte ab, weniger von Schottland. Das Vereinigte Königreich gehört nicht zum Euroraum, deshalb verrechnen manche Banken ein Auslandseinsatzentgelt, einen Prozentsatz auf jede Zahlung. Ob deine Karte das tut, steht im Preisverzeichnis deiner Bank, die Beträge sind von Bank zu Bank verschieden.

    Wie viel Trinkgeld gibt man in Schottland?

    Eine belastbare Zahl für die übliche Höhe haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir keine. Klar ist die Rechtslage: Seit dem 1. Oktober 2024 müssen Arbeitgeber Trinkgelder und Service Charges vollständig an die Beschäftigten weitergeben. Steht eine Service Charge auf der Rechnung, hast du damit bereits Trinkgeld gegeben.

    Was ist eine Service Charge auf der Rechnung?

    Ein Betrag, den das Restaurant selbst auf die Rechnung setzt, bevor du sie bekommst. Er kann freiwillig oder verpflichtend sein. Rechtlich zählt er wie ein Trinkgeld und muss vollständig an die Beschäftigten gehen. Prüf die Rechnung also, bevor du zusätzlich etwas gibst.

    Kann ich alte Pfundscheine noch benutzen?

    Alte Papierscheine der Bank of England nicht. Die zu 20 und 50 Pfund sind seit dem 30. September 2022 ungültig, die zu 10 und 5 Pfund schon länger. Umtauschen kannst du sie ohne Frist, am einfachsten in einer der 51 Post-Office-Filialen, die bis 300 Pfund auch ohne britisches Konto tauschen.

    Was mache ich, wenn meine Karte in Schottland verloren geht?

    Sofort sperren. Für deutsche Karten gibt es den Sperr-Notruf unter +49 116 116. Ob deine Bank daran teilnimmt, steht auf sperr-notruf.de. Ist sie dort nicht gelistet, wendest du dich direkt an deine Bank oder dein Kreditkartenunternehmen. Eine zweite Karte, getrennt aufbewahrt, hilft dir bis dahin weiter.

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