- Währung
- Pfund Sterling (GBP)kein Euro, wie im ganzen Vereinigten Königreich
- Kurs
- 1 £ ≈ 1,17 €EZB-Referenzkurs 22.09.2026: 1 € = 0,8578 £
- Spanne der letzten 12 Monate
- 1,13 € bis 1,18 € je PfundTiefstand 14.11.2025, Höchststand 16.07.2026
- Scheine aus Schottland
- Bank of Scotland, Clydesdale Bank, Royal Bank of Scotlanddazu Scheine der Bank of England
- Gesetzliches Zahlungsmittel
- Nur Münzen der Royal Mintkeine Banknote, auch keine schottische
- Kontaktlos
- Knapp 95 % der Kartenzahlungen im LadenBarclays-Erhebung 2024
- Kontaktlos-Grenze
- Legt seit März 2026 die Bank festvorher einheitlich 100 £
- Service Charge und Trinkgeld
- Gehen vollständig an die Beschäftigtengesetzlich seit 1.10.2024, abzüglich Steuern
- Alte Papierscheine
- Ungültig, 20 £ und 50 £ seit 30.09.2022Umtausch ohne Frist, 51 Post-Office-Filialen bis 300 £
- Übliche Trinkgeldhöhe
- — noch nicht belegt
- Karte verloren
- Sperr-Notruf +49 116 116für deutsche Karten, sofern die Bank teilnimmt
Einen echten Grinser hat uns im Juli 2022 Edinburgh beschert: Sogar Straßenmusiker und Dudelsackspieler nahmen dort Kartenzahlung. 😆 Die Währung in Schottland ist das Pfund Sterling, wie im ganzen Vereinigten Königreich, und ein Pfund kostete am 22.09.2026 rund 1,17 Euro. Bezahlt wird fast überall kontaktlos mit Karte. Zwei Dinge verwirren trotzdem immer wieder: die schottischen Banknoten, die anders aussehen als die englischen, und die Frage am Kartenterminal, ob du in Euro zahlen willst. Beides erklären wir dir hier.
Welche Währung hat Schottland?
Schottland hat das Pfund Sterling, abgekürzt GBP, als Währung. Eine eigene schottische Währung gibt es nicht, wohl aber eigene schottische Banknoten. In Schottland dürfen drei Banken Scheine ausgeben: die Bank of Scotland, die Clydesdale Bank und die Royal Bank of Scotland. Dazu laufen die Scheine der Bank of England um. Die Münzen prägt für das ganze Land die Royal Mint.
Alle diese Scheine haben denselben Wert. Ein 20-Pfund-Schein der Royal Bank of Scotland ist so viel wert wie einer der Bank of England, er sieht nur anders aus. Der Euro ist in Schottland keine Landeswährung, und einen Anspruch darauf, mit ihm zu zahlen, hast du nicht.
Was ein Pfund kostet
Ein Pfund kostete am 22.09.2026 rund 1,17 Euro. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank lag an diesem Tag bei 1 Euro gleich 0,8578 Pfund.
In den zwölf Monaten davor bewegte sich der Kurs zwischen 0,8487 und 0,8846 Pfund je Euro. Pro Pfund heißt das: zwischen 1,13 und 1,18 Euro, im Mittel rund 1,15. Für die Planung reicht eine Faustregel, und die lautet Pfundpreis mal 1,17.
| Preis in Pfund | ungefähr in Euro |
|---|---|
| 5 £ | 5,85 € |
| 10 £ | 11,70 € |
| 23,50 £ (Edinburgh Castle, online) | 27,50 € |
| 50 £ | 58,50 € |
| 100 £ | 117 € |
Auf edinburgh.at nennen wir bei allen Preisen zuerst den Pfundbetrag, weil der verbindlich ist, und in Klammern eine Euro-Näherung zum Kurs des Prüftags. Das Edinburgh Castle kostet also 23,50 £, rund 27 €.
Schottische Scheine: drei Banken, eine Absicherung
Schottische Banknoten sind so sicher wie englische, und dafür sorgt ein Gesetz. Die ausgebenden Banken müssen Vermögenswerte zurücklegen, die mindestens so viel wert sind wie alle Scheine, die sie im Umlauf haben. Das können Scheine der Bank of England sein, britische Münzen oder Guthaben auf einem Konto bei der Bank of England. Ginge eine der Banken pleite, könnten alle Inhaber:innen ihrer Scheine aus diesen Werten entschädigt werden.
Die Größenordnungen sind bemerkenswert. Zu den hinterlegten Bank-of-England-Scheinen gehören Noten über 1 Million Pfund, genannt Giants, und über 100 Millionen Pfund, genannt Titans. Die Bank of England prüft die Einhaltung, zählt die Bestände vor Ort und kann Geldbußen verhängen. Für das Aussehen der schottischen Scheine und ihren Fälschungsschutz ist sie dagegen nicht zuständig.

Gesetzliches Zahlungsmittel: das Missverständnis
Der Begriff gesetzliches Zahlungsmittel sorgt für mehr Verwirrung, als er im Alltag verdient. Schottische Scheine sind weder in England noch in Schottland gesetzliches Zahlungsmittel. Englische Scheine in Schottland auch nicht. In Schottland sind überhaupt keine Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel, nur die Münzen der Royal Mint.
Wertlos macht das keinen einzigen Schein. Der Begriff hat eine enge technische Bedeutung: Wer eine Schuld vollständig in gesetzlichem Zahlungsmittel begleichen will, kann dafür nicht verklagt werden. Welche Zahlungsmittel ein Geschäft annimmt, entscheidet es ohnehin selbst, und es darf sogar einen 50-Pfund-Schein für eine Packung Kaugummi ablehnen.
Praktisch heißt das: In Schottland nimmt man schottische Scheine an. Reist du mit übrigen schottischen Scheinen nach London weiter, gib sie dort früh aus oder zahl mit Karte.
Karte oder Bargeld
Mit der Karte kommst du in Schottland fast überall durch. Wir zahlen daheim schon fast alles mit Apple Watch oder Handy und haben im Juli 2022 nach ein paar Wochen festgestellt: In Schottland zahlt man echt alles mit Karte. 2024 liefen knapp 95 Prozent der infrage kommenden Kartenzahlungen im Laden kontaktlos.
Die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne PIN lag lange einheitlich bei 100 Pfund. Seit März 2026 dürfen Banken mit starker Betrugsabwehr sie selbst festlegen, und die britische Finanzaufsicht FCA ermuntert sie, ihrer Kundschaft eigene Grenzen oder das Abschalten zu erlauben. Für deine Karte gilt, was deine Bank festlegt, nicht was im Laden steht.
Etwas Bargeld in Pfund schadet trotzdem nicht, etwa für die erste Taxifahrt oder wenn ein Terminal einmal streikt. Und Abheben im Zielland kann günstiger sein als Tauschen daheim.
Euro oder Pfund am Terminal
Am Terminal wählst du Pfund, und das ist die teuerste Entscheidung auf dieser Seite, die in zwei Sekunden fällt. Viele Terminals und Geldautomaten bieten an, den Betrag sofort in Euro umzurechnen, und werben mit einem „festen“ oder „garantierten“ Kurs. Das ist eine Kostenfalle, weil dabei oft ein erheblicher Kursaufschlag anfällt, der dir erst auf der Kartenabrechnung auffällt.
Verzichtest du auf die Sofortumrechnung, bezahlst du in Pfund, und deine eigene Bank rechnet zum aktuellen Kurs um. Das gilt beim Bezahlen genauso wie beim Abheben. Mit Euro bezahlen klingt bequem, bringt dir am Terminal aber nichts.
Unabhängig davon kann deine Bank ein Auslandseinsatzentgelt verrechnen, weil das Vereinigte Königreich nicht zum Euroraum gehört. Das ist ein Prozentsatz auf jede Zahlung. Ob deine Karte das tut, steht im Preisverzeichnis deiner Bank.
Trinkgeld und Service Charge
Seit dem 1. Oktober 2024 gilt im Vereinigten Königreich der Tipping Act. Arbeitgeber müssen Trinkgelder und Service Charges, über die sie verfügen, vollständig an die Beschäftigten weitergeben, abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Sie müssen sie fair verteilen und eine schriftliche Regelung dazu haben.
Eine Service Charge ist ein Betrag, den das Restaurant selbst auf die Rechnung setzt, und sie kann freiwillig oder verpflichtend sein. Steht sie auf der Rechnung, hast du bereits Trinkgeld gegeben. Lies die Rechnung, bevor du etwas obendrauf legst. Bis Ende 2026 kommen weitere Pflichten für Arbeitgeber dazu, etwa die Beschäftigten vor einer neuen Trinkgeldregelung anzuhören. Wie viel Trinkgeld üblich ist, sagen wir dir ehrlich nicht, weil wir dafür keine belastbare Zahl gefunden haben.
Alte Pfundscheine von früheren Reisen
Alte Papierscheine der Bank of England kannst du nicht mehr ausgeben. Die Papierscheine zu 20 und 50 Pfund sind seit dem 30. September 2022 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, die zu 10 Pfund seit dem 1. März 2018 und die zu 5 Pfund seit dem 5. Mai 2017. Hast du von einer früheren Reise noch Scheine mit Elizabeth Fry, Charles Darwin, Adam Smith oder Matthew Boulton und James Watt in der Schublade, musst du sie umtauschen.
Eine Frist dafür gibt es nicht. Am einfachsten geht es über die Post Office: 51 Filialen tauschen alte Scheine auch ohne britisches Bankkonto, wenn es höchstens 300 Pfund sind und du einen Lichtbildausweis zeigst. Per Post an die Bank of England geht es ebenfalls, derzeit aber mit Verzögerungen von bis zu 90 Werktagen und auf eigenes Risiko. Für alte schottische Scheine wendest du dich an die Bank, die sie ausgegeben hat.
Wenn die Karte weg ist
Sperr die Karte sofort. Für deutsche Karten gibt es den Sperr-Notruf +49 116 116. Ob deine Bank daran teilnimmt, steht auf sperr-notruf.de. Österreichische und Schweizer Karten sperrst du über die Nummer deiner Bank. Weil wir fast nur mit Karte zahlen, raten wir dir zu einer zweiten Karte von einer anderen Bank, getrennt aufbewahrt, damit du nicht plötzlich ohne Zahlungsmittel dastehst. Was du vor der Abreise sonst erledigst, steht unter Einreise mit ETA.





