Die schottischen Highlands reichen von Loch Ness bis Caithness und Sutherland, von der Isle of Skye bis Moray Speyside. Hier steht mit dem Ben Nevis der höchste Berg Großbritanniens, hier liegen Loch Ness, Glencoe und der Cairngorms National Park, der größte Nationalpark im Vereinigten Königreich. Wir haben 2022 auf unserer Rundreise rund zwei Wochen in den Schottland Highlands gewohnt und sind 2025 die North Coast 500 gefahren, Schafe auf der Straße inklusive. 😅 Hier erfährst du, was zu den Highlands gehört, was die großen Ziele ausmacht, wie das Wetter ist und wie du von Edinburgh hinkommst. Nachgesehen haben wir das am 28.09.2026.
Was zu den Highlands gehört
In Schottland Highlands und Inseln zu bereisen, braucht Zeit, denn die Region ist riesig. VisitScotland teilt sie in 9 Gebiete ein: Inverness und Loch Ness, Fort William und Lochaber, Aviemore und die Cairngorms, Skye und Lochalsh, Wester Ross, Easter Ross, Caithness und Sutherland, Moray Speyside sowie Nairn.
Für Reisende heißt das: Die Highlands sind kein einzelnes Ziel. Wähl am besten ein oder zwei Gebiete und plan pro Gebiet mehrere Tage, statt alles in eine Woche zu pressen. So haben wir es 2022 gemacht: eine Woche auf einer Farm in der Speyside, danach eine Woche in Dornie, gleich bei Skye. Suchst du Seen und Burgen, fahr nach Loch Ness. Willst du Berge, nach Fort William oder in die Cairngorms, willst du Inseln, auf die Isle of Skye. Wie du das zu einer Reise verbindest, steht unter Schottland Rundreise.
Typisch für die Region sind Wandern, Radfahren, Whisky, Tierbeobachtung und Highland Games. 2023 nahm National Geographic die Highlands in seine Liste „Best of the World“ auf. Und mit Inverness hat die Region eine Stadt, die sich als Ausgangspunkt für Loch Ness und den Norden eignet.
Ben Nevis und die Munros
Der Ben Nevis ist der höchste Berg Großbritanniens. Ordnance Survey hat ihn 2016 neu vermessen: Seine offizielle Höhe beträgt jetzt 1.345 Meter statt 1.344 Meter wie bei der Vermessung 1949. Er steht bei Fort William, und rund 125.000 Menschen steigen im Jahr hinauf. Wir haben ihn 2022 nur von unten gesehen, bei einer kleinen Wanderung im Glen Nevis.
Der Hauptweg ist der Mountain Track, auch Tourist Track oder Pony Track genannt, er beginnt am Ben Nevis Visitor Centre in Achintee. Rechne mit 7 bis 9 Stunden hin und zurück, davon 3,5 bis 4,5 Stunden bis zum Gipfel. Unterschätz den Berg nicht: Am Gipfel kann es auch an sonnigen Tagen unter null Grad haben, Nebel und Sturm kommen schnell, Schnee ist zu jeder Jahreszeit möglich. Nimm warme, wasserdichte Kleidung ohne Baumwolle, Wanderschuhe, Karte, Kompass, Stirnlampe, Jause und Wasser mit.
Der Ben Nevis ist einer von 282 Munros. So heißen Berge über 3.000 Fuß, also 914 Meter. Sir Hugh Munro hat sie 1891 erfasst, über 6.000 Menschen haben alle bestiegen.
Cairngorms National Park
Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark im Vereinigten Königreich. Er umfasst 4.528 Quadratkilometer, das sind 6 Prozent der Landfläche Schottlands. Gegründet wurde er 2003, heute leben dort rund 18.000 Menschen.
Jedes Jahr kommen 2 Millionen Besuche zusammen. Der Park ist Lebensraum für ein Viertel der seltenen und bedrohten Arten des Vereinigten Königreichs. Er erstreckt sich über Teile von fünf Verwaltungsgebieten: Aberdeenshire, Angus, Highland, Moray sowie Perth and Kinross.
Ein guter Ausgangspunkt ist Aviemore, das mit den Cairngorms ein eigenes Gebiet bildet. Dort gibt es im Mittel 83,6 Frosttage im Jahr, aber nur 984,9 Millimeter Regen. Im Winter liegt oft Frost, im Sommer ist es mit 18,8 °C Tageshöchstwert im Juli angenehm zum Wandern und Radfahren. Wir haben 2022 in Aviemore in einer Bakery Mittag gegessen, die Mädels bekamen Highland-Cow-Cupcakes. Zwei Tage später standen sie im Reindeer Centre im Park zum ersten Mal vor echten Rentieren, und am Loch Morlich Beach sahen wir Leute in allem von Bikini bis Neoprenanzug baden, bei frischem Wind.
Glencoe
Glencoe ist ein Tal in Lochaber und eines der großen Ziele der Highlands. Das Dorf liegt zwischen Loch Leven und dem Eingang des Tals, im Lochaber Geopark. Gletscher und Vulkane haben das Tal und seine Berge geformt, und die Three Sisters, drei markante Grate des Bidean nam Bian, sind einer der bekanntesten Anblicke der Highlands. Die A82 durch Glencoe war 2022 und 2025 für uns die schönste Strecke Schottlands.
Das Tal hat auch eine dunkle Geschichte: 1692 fand hier das Massaker von Glencoe statt. Der National Trust for Scotland betreibt ein Besucherzentrum, das die Geschichte und die Natur erklärt. Kinogänger kennen das Tal aus dem Bond-Film „Skyfall“. Ab Fort William sind es 30 Minuten, ab Glasgow gut 2 Stunden. Die Gegend zählt zur „Outdoor Capital of the UK“, mit Wandern, Radfahren, Wassersport und Bergsport.
Wetter und Anreise
Das Wetter in den Highlands ist rauer als in Edinburgh. In Aviemore gibt es im Mittel 83,6 Frosttage im Jahr, im Jänner sinkt der nächtliche Tiefstwert auf −0,6 °C. Im Juli erreicht Aviemore am Tag 18,8 °C. Aviemore ist mit 984,9 Millimetern Regen im Jahr vergleichsweise trocken, der Westen ist deutlich nasser. Im Sommer kommen dort die Midges dazu, Details zum Klima stehen unter Wetter in Schottland.
Von Edinburgh nach Inverness sind es mit dem Auto rund 3 Stunden. Züge verbinden die größeren Orte, dazu kommen ausgeschilderte Autorouten wie die North Coast 500 und die Snow Roads Route. Busfahrten sind im Einzelticket bis Anfang 2027 auf 2 £ gedeckelt, gut, wenn du ohne Mietwagen unterwegs bist. Wir sind 2025 über die A9 zurück nach Süden gefahren, vorbei an Aviemore, Dalwhinnie, Pitlochry und Perth, und auf den Anzeigetafeln stand schon die Sturmwarnung für Floris.



