- Alkohol draußen
- verboten auf Aufforderungalle öffentlichen Flächen in Edinburgh
- Ausweis
- unter 25Altersprüfung Pflicht, Alkohol ab 18
- Trinkgeld
- rund 10 %Restaurant und Taxi, im Pub keins
Was sollte man in Schottland nicht tun? Die meisten Fettnäpfchen stehen hier im Gesetz, mit Benehmen haben sie wenig zu tun: In Edinburgh ist Alkohol auf öffentlichen Flächen verboten, sobald die Polizei dich auffordert aufzuhören, im Auto mit Kindern darfst du nicht rauchen, und siehst du jünger als 25 aus, zeigst du im Pub den Ausweis. Und dann gibt es die kleinen Dinge, die wir auf unseren Reisen selbst gelernt haben, vom Linksverkehr bis zum Bezahlen. Nachgesehen haben wir am 08.10.2026.
Schottland ist nicht England
Schottland hat ein eigenes Parlament, das seit 1999 wieder tagt, und seit dem Act of Union 1707 ein eigenes Rechtssystem mit eigenen Gerichten. Im Census 2022 sahen sich 65,5 % der Menschen nur als schottisch. Sag also nicht „England“, wenn du Schottland meinst. Auch das Geld sieht anders aus: Schottische Banken geben eigene Scheine aus. Gesetzliches Zahlungsmittel sind sie nirgends, ein Geschäft entscheidet selbst, was es annimmt. Mehr unter Schottland, England und UK und Währung und Bezahlen, ein paar Worte Gälisch findest du unter Gälisch und Scots.
Alkohol: draußen, Ausweis, Mindestpreis
In Edinburgh gilt auf allen öffentlichen Flächen der Stadt ein Alkoholverbot: Wer trinkt und auf Aufforderung der Polizei nicht aufhört, macht sich strafbar. Lokale mit Ausschanklizenz sind ausgenommen. Alkohol darfst du ab 18 kaufen, aber jede Verkaufsstelle muss das Alter prüfen, wenn du jünger als 25 wirkst, das schreibt der Licensing Act vor. Nimm also einen Ausweis mit. Eine Einheit Alkohol kostet seit dem 30. September 2024 mindestens 65p. Am Steuer gilt 0,5 Promille, strenger als in England.
Rauchen und Dampfen
Seit dem 26. März 2006 ist Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen verboten, also auch in Pubs und Restaurants. Im Auto mit Personen unter 18 darfst du seit dem 5. Dezember 2016 nicht rauchen, die Strafe beträgt bis zu 1.000 £. Rund um NHS-Krankenhäuser gilt seit 2022 ein Abstand von 15 m. Einweg-E-Zigaretten werden seit dem 1. Juni 2025 nicht mehr verkauft.
Trinkgeld
Eine große Trinkgeldkultur gibt es in Schottland nicht, im Restaurant und im Taxi ist bei gutem Service aber rund 10 % üblich. VisitBritain rät zu 10 bis 15 % und im Taxi dazu, auf das nächste Pfund aufzurunden. Steht schon eine Service Charge auf der Rechnung, ist das Trinkgeld enthalten. Im Pub wird kein Trinkgeld erwartet. Trinkst du mit Freund:innen, wird oft in Runden bestellt: Eine Person bestellt und zahlt für die ganze Gruppe.
Im Bus und auf der Straße
Den Bus winkst du mit ausgestrecktem Arm heran. Bar zahlst du nur passend, die Fahrer:innen geben kein Wechselgeld, einfacher ist kontaktlos. Wir zahlen in Schottland seit 2022 fast alles mit Handy oder Uhr, sogar Straßenmusiker und Dudelsackspieler nahmen damals Karte. 😅 Vor dem Ziel drückst du den Halteknopf. In Schottland wird links gefahren, schau beim Überqueren also in alle Richtungen. Wie sehr das Hirn auf Rechtsverkehr gepolt ist, haben wir 2022 am Steuer des Mietwagens gemerkt. Mehr unter Bus und Tram, wie du dich vor Taschendieben schützt, unter Sicherheit.
Friedhöfe, Fotos, Natur
Auf den Friedhöfen der Stadt, etwa dem Greyfriars Kirkyard, gehören Hunde an die Leine, und du bleibst auf den Wegen. Gewerbliches Fotografieren, Drohnen und Geisterjagden brauchen eine Erlaubnis des Council. In den State Apartments von Holyrood Palace und auf der Führung durch Mary King’s Close ist Fotografieren verboten. In der Natur nimmst du deinen Müll mit und machst bei Brandgefahr kein Feuer, mehr unter Wildcampen.
Feiertage und Sonntag
Ostermontag ist in Schottland kein nationaler Feiertag, in Edinburgh aber ein lokaler. St Andrew’s Day am 30. November ist dagegen landesweit Bank Holiday. Am 25. Dezember dürfen große Läden nicht öffnen. St Giles’ Cathedral öffnet sonntags erst um 13 Uhr.



