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    Die Kelpies in Schottland: Tour, Anreise und Geschichte

    Zwei Pferde aus Stahl

    Kelpies Schottland: 2022 standen wir vor den 30 Meter hohen Stahlpferden bei Falkirk. Was die Tour ins Innere kostet und wie du hinkommst.

    Ratgeber · Romana und Florian HießLesezeit 5 Min.aktualisiert 02.10.2026

    Lohnt sich

    Lohnt sich als Abstecher auf dem Weg nach Stirling: kostenlos, immer offen, die Tour ins Innere kostet 9 £.

    Die beiden Kelpies aus Stahl am Kanal in Falkirk unter blauem Himmel
    Kurz gesagt

    Die Kelpies kosten nichts und sind immer zugänglich, zahlen musst du nur für die Tour ins Innere.

    • Größe: 30 Meter, je über 300 Tonnen.
    • Tour: rund 25 Minuten, Erwachsene 9 £.
    • Parken: 3 bis 4,50 £ von März bis Oktober, im Winter frei.
    • Anreise: ab Edinburgh über die M9, Ausfahrt 5.
    Höhe
    30 mje über 300 Tonnen
    Tour ins Innere
    9 £ (ca. 10 €)rund 25 Minuten, Kinder 3,50 £
    Park und Kelpies
    freiimmer zugänglich
    Parken
    3 bis 4,50 £März bis Oktober, im Winter frei

    Die Kelpies in Schottland sind zwei Pferdeköpfe aus Stahl, die bei Falkirk zwischen Edinburgh und Glasgow aus einer Parklandschaft ragen, jeder 30 Meter hoch und über 300 Tonnen schwer. Wir standen im Juli 2022 davor, am 3. Tag unserer einmonatigen Rundreise, zusammen mit dem Falkirk Wheel und dem Helix Park, bevor es weiter nach Taynuilt ging. Größere Pferdeskulpturen gibt es nirgends auf der Welt. Hier liest du, wer Duke und Baron waren, was die Führung ins Innere kostet und wie du hinkommst. Nachgesehen haben wir am 02.10.2026.

    Was die Kelpies sind

    Die Kelpies sind die größten Pferdeskulpturen der Welt und Schottlands größtes öffentliches Kunstwerk. Gebaut hat sie der schottische Bildhauer Andy Scott im Auftrag von Scottish Canals, die Idee hatte George Ballinger, damals Chefingenieur bei British Waterways. Scott hat an der Glasgow School of Art studiert und ist für seine Pferde bekannt, an der M8 bei Glasgow steht etwa sein Heavy Horse von 1997. Im April 2014 wurden die Kelpies eröffnet, seither sind über 7 Millionen Besucher:innen aus aller Welt gekommen.

    Rund um die beiden liegt The Helix, ein 350 Hektar großer Park zwischen Falkirk und Grangemouth mit über 27 Kilometern Wegen. Eintritt zahlst du keinen, und die Skulpturen kannst du dir zu jeder Tageszeit ansehen.

    Duke, Baron und die Kanäle

    Vorbild für die Kelpies waren zwei echte Pferde: Duke und Baron, zwei Clydesdales der Stadt Glasgow. Selbst für ihre Rasse waren sie groß, Baron maß 1,84 Meter, Duke 1,80 Meter. Clydesdales stammen aus Schottland und sind für ihre Kraft bekannt.

    Und genau diese Kraft brauchte die Gegend. Im 19. Jahrhundert zogen Clydesdales die Lastkähne über die Kanäle, den Forth and Clyde Canal von 1790 und den Union Canal von 1822, der Edinburgh mit Falkirk verband. Falkirk war damals ein Zentrum der Industriellen Revolution: Seit 1759 lief hier das Eisenwerk der Carron Company, dazu kamen Kohle und Ziegeleien. Deshalb sind die Kelpies aus Stahl. Sie erinnern an das Eisen der Stadt und an die Pferde, die es bewegt haben. 1848 kam die Eisenbahn, und mit dem Personenverkehr auf den Kanälen war es vorbei.

    Der Mythos vom Wasserpferd

    Der Name kommt aus der schottischen Sagenwelt. Ein Kelpie ist dort ein Gestaltwandler, der im Wasser lebt und meist als Pferd erscheint, deshalb heißt er auch Wasserpferd. Wer versuchte, ihn zu reiten, wurde in die Tiefe gerissen. Als bekanntestes Beispiel für einen Kelpie gilt übrigens ausgerechnet Nessie. 😅

    Andy Scott sagt allerdings selbst, dass seine Skulpturen auf der Geschichte der Gegend beruhen und die Sage nur den Namen geliefert hat. Ein bisschen Gestaltwandler steckt trotzdem in ihnen: Je nach Licht und Wetter wirken sie jedes Mal anders.

    So wurden sie gebaut

    Die ersten Skizzen zeichnete Andy Scott 2006, ein Jahr später gab der Big Lottery Fund 25 Millionen Pfund für das Helix-Projekt frei. Die Hülle besteht aus 928 einzelnen Edelstahlplatten. Jede wurde für genau ihre Stelle gefertigt, flach geliefert und erst vor Ort gebogen. Innen trägt ein Gerüst aus Stahlrohr, insgesamt rund 30.000 Stahlteile.

    Von der Fertigung bis zum fertigen Kunstwerk vergingen 18 Monate, rund 450 Arbeiter:innen waren beteiligt. Ab Februar 2013 rollten 150 Lkw-Ladungen Material an, und vor Ort standen die Kelpies nach nur 90 Tagen. Fertig waren sie im November 2013. Modelle im Maßstab 1:10 reisen seither als Botschafter um die Welt.

    Besuch: Tour, Zeiten, Parken

    Ins Innere eines Kelpies kommst du nur mit einer Führung. Sie dauert rund 25 Minuten und kostet 9 £ für Erwachsene, rund 10 €, ermäßigt 8 £ und für Kinder 3,50 £. Pro zahlendem Erwachsenen gehen 2 Kinder gratis mit, mit Kindern geht sich das also gut aus. Von April bis Oktober starten Touren um 10:30, 11:30, 13:30, 14:30 und 15:30 Uhr, von November bis März um 10:30, 12:30 und 14:30 Uhr. Buch vorab. Geld zurück gibt es nicht, umbuchen kannst du aber. Deinen Hund kannst du auf die Tour nicht mitnehmen.

    Das Besucherzentrum hat täglich von 9 bis 17 Uhr offen, im Sommer bis 20 Uhr. Der Kelpies-Parkplatz hat 175 Plätze und kostet von März bis Oktober 3 bis 4,50 £, von November bis Februar parkst du gratis. Wege und Toiletten im Park sind barrierefrei.

    Anreise ab Edinburgh

    Mit dem Auto fährst du ab Edinburgh auf der M9 Richtung Stirling bis zur Ausfahrt 5. Mit dem Zug kommst du nach Falkirk Grahamston, rund 2 Meilen vom Park, oder nach Falkirk High, rund 3 Meilen. Von dort fahren Busse von McGills, weitere Bahnhöfe in der Nähe sind Polmont, Larbert und Camelon. Kommst du mit dem Rad, findest du Fahrradständer beim Besucherzentrum, Ladesäulen für Elektroautos stehen am Falkirk Stadium. Die Kelpies passen gut als Abstecher auf dem Weg nach Stirling, das ebenfalls an der M9 liegt. Weitere Ziele zwischen Edinburgh und Glasgow findest du unter Städte.

    Dazu: das Falkirk Wheel

    Wenn du schon in Falkirk bist, schau dir auch das Falkirk Wheel an, das einzige rotierende Schiffshebewerk der Welt. Wir waren 2022 dort und im Juli 2025 noch einmal, am 1. Tag unserer North Coast 500. Und genau da hat die Kleine ihren ersten Zahn verloren. Eröffnet wurde das Rad 2002. Es hebt Boote 35 Meter vom Forth and Clyde Canal zum Union Canal und ersetzt eine Treppe aus 11 Schleusen. Eine Bootsfahrt dauert rund 1 Stunde und kostet 17,95 £ für Erwachsene, rund 21 €, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 9,80 £.

    Häufige Fragen

    Kelpies: häufige Fragen

    Wie groß sind die Kelpies?

    Jeder der beiden Pferdeköpfe ist 30 Meter hoch und wiegt über 300 Tonnen. Damit sind die Kelpies die größten Pferdeskulpturen der Welt und Schottlands größtes öffentliches Kunstwerk. Ihre Hülle besteht aus 928 Edelstahlplatten, die erst vor Ort gebogen wurden, innen trägt ein Gerüst aus rund 30.000 Stahlteilen.

    Kann man in die Kelpies hineingehen?

    Ja, mit einer Führung. Die Tour dauert rund 25 Minuten und kostet 9 £ für Erwachsene, 8 £ ermäßigt und 3,50 £ für Kinder, 2 Kinder gehen pro zahlendem Erwachsenen gratis mit. Im Sommer gibt es fünf Touren am Tag, im Winter drei. Buch vorab, Hunde dürfen nicht mit.

    Was kostet ein Besuch der Kelpies?

    Ansehen kostet nichts, der Park The Helix ist frei zugänglich und die Kelpies sind immer offen. Geld kosten nur die Tour ins Innere, für Erwachsene 9 £, und das Parken: von März bis Oktober 3 bis 4,50 £ pro Auto, von November bis Februar ist der Parkplatz kostenlos.

    Was ist ein Kelpie?

    Ein Wasserwesen aus der schottischen Sagenwelt. Der Kelpie ist ein Gestaltwandler, der oft als Pferd erscheint, und wer ihn zu reiten versuchte, wurde ins Wasser gerissen. Die Skulpturen in Falkirk tragen nur seinen Namen. Andy Scott sagt selbst, dass sie auf den Arbeitspferden der Kanäle beruhen.

    Wie kommt man von Edinburgh zu den Kelpies?

    Mit dem Auto über die M9 Richtung Stirling bis zur Ausfahrt 5. Mit dem Zug fährst du nach Falkirk Grahamston, rund 2 Meilen vom Park, oder nach Falkirk High, rund 3 Meilen, und nimmst dann einen Bus von McGills. Am Kelpies-Parkplatz gibt es 175 Plätze.

    Wer waren Duke und Baron?

    Zwei Clydesdale-Pferde der Stadt Glasgow, die Andy Scott als Vorbild für die Kelpies dienten. Baron war 1,84 Meter groß, Duke 1,80 Meter, beide groß selbst für ihre Rasse. Mit ihnen erinnert Scott an die Arbeitspferde, die im 19. Jahrhundert die Lastkähne auf den Kanälen bei Falkirk zogen.

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