
West Highland Way
Plane 6 bis 7 Tage, buche die Unterkünfte früh und beachte am Loch Lomond die Zeltregeln.
Schottland wandern: was das Wegerecht erlaubt, welche Fernwege es gibt, was ein Munro ist und was wir auf Skye und am Arthur's Seat erlebt haben.

Schottland hat ein weitreichendes Wegerecht, gut markierte Fernwege und viele Berge, die echte Vorbereitung verlangen.
Belegt und geprüft

Plane 6 bis 7 Tage, buche die Unterkünfte früh und beachte am Loch Lomond die Zeltregeln.

Der Ben Nevis ist mit gutem Wetter und guter Ausrüstung ein großer Tag, bei schlechter Sicht ein Risiko.

Glencoe lohnt sich für Berge, Geschichte und kurze Wege, am besten mit einem Stopp im Besucherzentrum.

Kostenlos, jederzeit offen, bester Blick über die Stadt. Feste Schuhe sind Pflicht.

Midges nerven, sind aber harmlos. Zecken verdienen auf Wanderungen in den Highlands mehr Aufmerksamkeit.

Die Highlands sind groß und wild, plane sie mit Zeit und wetterfester Kleidung.
Unsere Wanderungen in Schottland waren bisher kurz und trotzdem eindrücklich: 2022 eine kleine Runde mit den Mädels im Glen Nevis, den Ben Nevis im Blick, und über eine Stunde auf Schotter und Steinen hinauf Richtung Old Man of Storr auf Skye. Wer in Schottland wandern will, profitiert von einem Wegerecht, das NatureScot weltweit führend nennt. Seit 2005 darfst du auf das meiste Land, solange du dich verantwortungsvoll verhältst. Dazu kommen markierte Fernwege von 40 bis 340 Kilometern und 282 Berge über 914 Meter, die Munros. Die großen Fernwege sind wir selbst noch nicht gegangen. Nachgesehen haben wir am 02.10.2026.
Beim Wandern in Schottland darfst du auf das meiste Land, wenn du dich verantwortungsvoll verhältst. Grundlage ist der Land Reform (Scotland) Act 2003, die Regeln dazu stehen im Scottish Outdoor Access Code, der seit dem 09.02.2005 gilt. In England und Wales gelten diese Rechte nicht in dieser Form.
Das Recht gilt etwa für Hügel und Moore, Wälder, Strände und Küste, Flüsse und Lochs, Parks und manche Agrarflächen. Ausgenommen sind Häuser und Gärten, andere Gebäude mit ihren Höfen, Schulgelände und Orte, die Eintritt verlangen. Jagen, Fischen und Fahren mit Motorfahrzeugen deckt das Recht nicht ab. Ob du auch dein Zelt aufstellen darfst, steht unter Wildcampen.
Der Code beruht auf drei Grundsätzen: Respektiere die Interessen anderer, sorge für die Umwelt und übernimm Verantwortung für dein eigenes Handeln. Sie gelten für die Öffentlichkeit und für Landbesitzer gleichermaßen.
Am bequemsten wanderst du auf den Scotland’s Great Trails. Die Wege sind 24 bis 210 Meilen lang, also 40 bis 340 Kilometer, gut markiert und verlaufen größtenteils abseits von Straßen. Am Weg gibt es Unterkünfte und Angebote für Wander:innen. Wer „Wandern Schottland“ sucht, landet meist zuerst bei einem dieser Wege.
Der bekannteste ist der West Highland Way: 96 Meilen, rund 154 Kilometer, von Milngavie bei Glasgow nach Fort William. Er ist Schottlands erster Fernwanderweg, eröffnet am 06.10.1980, und jedes Jahr laufen über 45.000 Menschen die ganze Strecke. Die Etappen stehen unter West Highland Way.
Der Great Glen Way führt auf 79 Meilen über Pfade, Wege und am Kanal entlang durch den Great Glen, gerechnet wird mit 4 bis 7 Tagen. An der Ostküste verläuft der Fife Coastal Path, 117 Meilen oder 188 Kilometer von Kincardine bis Newburgh am Tay.
Ein Munro ist ein schottischer Berg mit mehr als 3.000 Fuß, also 914 Metern Höhe. Sir Hugh Munro veröffentlichte seine ersten Tabellen 1891, aktuell zählt die Liste 282 Gipfel, und die Zahl kann sich noch um wenige ändern. Der Erste, der alle bestieg, war 1901 Reverend A. E. Robertson.
Alle Munros zu sammeln, heißt in Schottland „Munro bagging“. Mountaineering Scotland spricht von über 5.000 Menschen, die beim Scottish Mountaineering Club als „compleaters“ registriert sind, VisitScotland von über 6.000. Für den Einstieg empfiehlt VisitScotland den Ben Lomond mit gut ausgebautem Weg, den Schiehallion und den Mount Keen. Der höchste Munro ist der Ben Nevis mit 1.345 Metern. Rund 125.000 Menschen steigen jedes Jahr hinauf, über den Mountain Track brauchst du hin und zurück 7 bis 9 Stunden. Wir kennen ihn bisher nur von unten, vom Glen Nevis Visitor Center aus.
Den ersten Gipfel erreichst du in Edinburgh, ohne die Stadt zu verlassen. Arthur’s Seat ist 251 Meter hoch und der größte Rest eines erloschenen Vulkans, rund einen Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Vulkan brach vor rund 340 Millionen Jahren aus, kleinere Reste davon bilden Calton Hill und den Burgfelsen. Bei uns hat es oben ordentlich geblasen: Als wir im August 2024 hinaufgestiegen sind, hielten auf der vollen Plattform alle ihr Handy fest, und unsere Haare flogen in alle Richtungen. 🤣
Für echte Bergtouren fährst du weiter in die Highlands, etwa nach Glencoe oder an den Ben Nevis. Der Start des West Highland Way in Milngavie liegt nahe Glasgow und ist damit ab Edinburgh gut zu erreichen.
In den schottischen Bergen ist Vorbereitung keine Formsache. VisitScotland rät, vor dem Start den Wetterbericht zu prüfen, die Route zu planen und genug Zeit einzurechnen. Bergwetter liefert der Mountain Weather Information Service, und zu Waldbränden gibt Forestry and Land Scotland Hinweise.
Ins Gepäck gehören Regenjacke, warme Schichten, feste Schuhe, Essen, Wasser, Karte und Kompass. Sag jemandem, welche Route du gehst und wann du zurück sein willst. Im Notfall wählst du 999 oder 112 und fragst nach Mountain Rescue. Bergsteigen birgt die Gefahr von Verletzung oder Tod, also starte mit passender Ausrüstung und hol dir Wissen und Training vorher. Bist du unsicher, nimm einen gut ausgebauten Weg. Und rechne auch auf kurzen Wegen mit Nässe: Bei den Fairy Pools auf Skye waren die Steine 2022 im Nieselregen stellenweise schmierig, und weil wir früh dran waren, sind wir der Völkerwanderung zu Mittag entgangen.
Wanderst du im Sommer, triffst du auf die Midges. Die winzigen Mücken fliegen typischerweise von Mai bis Oktober, vor allem in den westlichen Highlands und auf den Inseln. Am aktivsten sind sie früh morgens und abends, besonders an windstillen, bedeckten Tagen. Bei den Falls of Falloch haben sie uns 2025 schon erwartet, und in Kylesku war es nach einem Regen dunstig, was die Midges sichtlich gefreut hat. 😅 Sie sind nur 1 bis 3 Millimeter groß und übertragen anders als Stechmücken keine Krankheiten, lästig sind sie trotzdem. Wie du dich schützt, steht unter Midges, welche Monate sich eignen, unter beste Reisezeit.
Häufige Fragen
Fast überall, wenn du dich verantwortungsvoll verhältst. Seit dem 09.02.2005 gilt der Scottish Outdoor Access Code, Grundlage ist der Land Reform (Scotland) Act 2003. Das Recht deckt Hügel, Wälder, Küsten, Flüsse und Lochs ab, aber keine Häuser und Gärten, Höfe, Schulgelände oder Orte mit Eintritt. Der Code beruht auf drei Grundsätzen: Respekt vor anderen, Sorge für die Umwelt und Verantwortung für das eigene Handeln.
96 Meilen, also rund 154 Kilometer, von Milngavie bei Glasgow nach Fort William. Er ist Schottlands erster Fernwanderweg und wurde am 06.10.1980 eröffnet. Jedes Jahr laufen über 45.000 Menschen die ganze Strecke. Betreut wird er von 5 Behörden, federführend vom Nationalpark Loch Lomond & The Trossachs.
Von Sir Hugh Munro, der 1891 seine Liste der schottischen Berge über 3.000 Fuß veröffentlichte, also über 914 Meter. Aktuell gibt es 282 Munros. Wer alle besteigt, heißt „compleater“. Als Erster schaffte das 1901 Reverend A. E. Robertson, zehn Jahre nach der ersten Liste.
VisitScotland nennt den Ben Lomond, der einen gut ausgebauten Weg hat und vom Central Belt um Glasgow und Edinburgh gut erreichbar ist. Dazu kommen der Schiehallion mit einer klaren Route und der Mount Keen, ein längerer Weg mit Rundumblick. Auch für diese Berge brauchst du feste Schuhe, Regenkleidung, Karte und einen Wetterbericht.
Im Notfall wählst du 999 oder 112 und fragst nach Mountain Rescue. Damit dich jemand vermisst, wenn etwas passiert, sag vor dem Start Route und geplante Rückkehr durch. Karte und Kompass zählt VisitScotland ebenfalls zur Grundausrüstung, dazu Regenjacke, warme Schichten, feste Schuhe, Essen und Wasser.
Rechne mit 4 bis 7 Tagen. Der Weg ist 79 Meilen lang und führt über Pfade, Wege und am Kanal entlang durch den Great Glen. Übernachtet wird in den Orten am Weg. Der Great Glen Way gehört zu den Scotland's Great Trails, die gut markiert sind und größtenteils abseits von Straßen verlaufen. Zum Vergleich: Der West Highland Way ist mit 96 Meilen etwas länger.
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