
Winkelgasse
Die Victoria Street ist kein belegtes Vorbild der Winkelgasse, aber ein schöner Halt auf jedem Harry-Potter-Rundgang durch die Altstadt, gleich neben Elephant House und Greyfriars.
Edinburgh Harry Potter: Wir waren mit unserer Großen auf Spurensuche. Elephant House, Greyfriars, Victoria Street, Balmoral, und was davon belegt ist.

Rowling hat in Edinburgh geschrieben, vieles andere rund um Harry Potter in der Stadt ist Fan-Überlieferung.
Belegt und geprüft

Die Victoria Street ist kein belegtes Vorbild der Winkelgasse, aber ein schöner Halt auf jedem Harry-Potter-Rundgang durch die Altstadt, gleich neben Elephant House und Greyfriars.

Der Friedhof ist rund um die Uhr offen und kostenlos, die Harry-Potter-Namen sind ein Fanmythos, und der Blick auf George Heriot's School lohnt sich trotzdem.

Das Elephant House ist seit Dezember 2025 wieder offen, du brauchst keine Reservierung, und das Ende der Reihe schrieb Rowling im Hotel The Balmoral.

Für die Altstadt reicht The Potter Trail, für die Drehorte brauchst du eine Tagestour.

Plane für Glencoe, Glenfinnan und den Hogwarts Express 2 Tage mit Übernachtung in Fort William ein.

Der Jacobite lohnt sich für Fans mit Zeit, kostet ab 76 £ und braucht eine frühe Buchung und meist eine Nacht in Fort William.

Sieh den Jacobite von einem der Aussichtspunkte des National Trust for Scotland, komm lieber mit dem Linienzug statt mit dem Auto und plane mindestens eine Stunde ein.

Frei und rund um die Uhr offen. Covenant von 1638, Covenanters' Prison, Greyfriars Bobby.

Kostenlos, zwei Ebenen, gebaut 1829 bis 1866. Gehört in jeden Spaziergang durch die Altstadt.

Glencoe lohnt sich für Berge, Geschichte und kurze Wege, am besten mit einem Stopp im Besucherzentrum.
„Bist du auch so ein großer Harry-Potter-Fan?“, fragte unsere Stadtführerin die Große gleich zu Beginn der Führung im Advent 2023. Ein klares Ja, leuchtende Augen, und los ging es. Edinburgh und Harry Potter gehören zusammen, weil J.K. Rowling hier einen großen Teil der Bücher geschrieben hat. Mit den ersten drei Kapiteln im Koffer zog sie in die Stadt, den letzten Band beendete sie im Hotel The Balmoral. Um viele andere Orte ranken sich Geschichten, die Fans weitererzählen, die aber niemand bestätigt hat. Wir sagen dir bei jedem Ort, was belegt ist. Die meisten liegen im Freien und kosten nichts. Nachgesehen haben wir am 01.10.2026.
Suchst du nach „Harry Potter Edinburgh“, findest du vor allem Geschichten über Orte. Gut belegt ist aber zuerst etwas anderes: Edinburgh ist die Stadt, in der die Bücher entstanden. Rowling erzählt auf ihrer eigenen Website, dass sie nach dem Ende ihrer Ehe mit ihrer Tochter Jessica nach Edinburgh zog, im Gepäck die ersten drei Kapitel von Harry Potter and the Philosopher’s Stone. Hier machte sie eine Ausbildung zur Lehrerin, unterrichtete an Schulen der Stadt und schrieb in jeder freien Minute. Im Juni 1997 erschien der erste Band bei Bloomsbury.
Bei den Orten in der Stadt wird es weicher. Selbst Forever Edinburgh, die Stadtmarke des City of Edinburgh Council, schreibt bei Gräbern, Straßen und Schulen nur „many believe“ oder „rumoured“, also viele glauben oder man munkelt. Genau so ehrlich sagen wir es dir auch.
Bevor sie berühmt wurde, schrieb Rowling ihre frühen Manuskripte in den Cafés der Stadt, um der Kälte zu entkommen. Am bekanntesten ist The Elephant House an der George IV Bridge. Vor dem Schild, das den Ort als „Geburtsort“ von Harry Potter bezeichnet, machen Tourist:innen ihre Selfies. Nach einem Brand 2021 war das Café vier Jahre geschlossen, im Dezember 2025 öffnete es wieder, bei unserer Tour 2023 war es also noch zu. Öffnungszeiten und das zweite Café in der Victoria Street stehen unter Elephant House.
Das Ende der Reihe schrieb Rowling an einem ganz anderen Ort. Im Hotel The Balmoral an der Princes Street signierte sie eine Marmorbüste des Hermes, als sie in der Suite ihr letztes Buch fertig geschrieben hatte, in Zimmer 552. Heute heißt es J.K. Rowling Suite, mit einem Türklopfer in Form einer Eule und Blick auf den Calton Hill.
Im Greyfriars Kirkyard suchen Fans am längsten. Tausende besuchen das Grab von Thomas Riddell, der 1806 starb. Sein Name erinnert an Tom Riddle, den späteren Lord Voldemort. Auf anderen Grabsteinen stehen Robert Potter, William McGonagall, ein berühmt schlechter Dichter, Elizabeth Moodie und Margaret Louisa Scrymgeour Wedderburn.
Ob Rowling die Namen von hier hat, ist nicht bestätigt, angenommen wird es. Man munkelt auch, der Friedhof sei Vorbild für den Friedhof in Godric’s Hollow gewesen. Der Kirkyard ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Er gehört dem City of Edinburgh Council, geh also respektvoll mit den Gräbern um. Bekannt ist der Friedhof auch ohne Harry Potter, etwa für den Covenant von 1638 und für Greyfriars Bobby. Alle Namen und den Blick auf George Heriot’s School zeigt die Seite Greyfriars und Harry Potter, die Winkelgasse die Seite Victoria Street für Fans.
Die Victoria Street gilt vielen Fans als Vorbild für die Winkelgasse, im Original Diagon Alley. Mehr ist es aber nicht, eine Bestätigung von Rowling kennen wir nicht. Die geschwungene Straße mit ihren bunten Fassaden zählt zu den meistfotografierten der Stadt, und einige Läden verkaufen Harry-Potter-Artikel. Gebaut wurde sie von 1829 bis 1866, sie verbindet die George IV Bridge mit dem Grassmarket. Wir haben sie 2022 einmal ruhig und leer erlebt und am nächsten Tag extrem quirlig, 2024 dann bei fetzblauem Himmel.
An der West Bow, dem unteren Teil der Straße, gibt es sogar eine echte Geschichte über Zauberei. Hier wohnte 1670 Major Thomas Weir, ein angesehener Bürger, der auf dem Sterbebett Hexerei gestand. Er wurde mit seiner Schwester Jean hingerichtet, die die Vorwürfe bestätigte.
George Heriot’s School gilt vielen als Vorbild für Hogwarts, offiziell bestimmt wurde der Ort von Hogwarts aber nie. Die Ähnlichkeiten liegen auf der Hand: gotische Architektur, vier Türme, vier Häuser und wie in den Büchern ein jährlicher Wettbewerb zwischen den Häusern. Die Schule ist in Betrieb und selten für Besucher:innen offen. Gut sehen kannst du sie von der George IV Bridge, vom Lauriston Place und aus dem Greyfriars Kirkyard.
Suchst du nach „Edinburgh Sehenswürdigkeiten Harry Potter“, übersiehst du leicht zwei Orte. Vor den City Chambers an der Royal Mile sind Rowlings Handabdrücke in eine Steinplatte gegossen, entstanden, als sie 2008 den Edinburgh Award erhielt. Dort sind wir 2023 bei unserer Führung stehen geblieben, und ab da nahmen die Harry-Potter-Geschichten richtig Fahrt auf. Führungen wie diese vergleicht die Seite Harry-Potter-Tour.
Und das Castle? Suchst du nach Edinburgh Castle Harry Potter, findest du keinen belegten Bezug. Auf der Esplanade vor dem Edinburgh Castle steht aber der Witches’ Well, ein kleiner Brunnen aus Gusseisen. Er erinnert an Hunderte Menschen, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert unschuldig als Hexen verurteilt wurden, und entstand 1894. Im National Museum of Scotland stellt sich die Frage, ob die 11 ausgestellten Lewis-Schachfiguren das Zauberschach inspiriert haben könnten. Belegt ist auch das nicht.
Die Drehorte der Filme liegen außerhalb von Edinburgh. Der Jacobite-Dampfzug, auch Hogwarts Express genannt, fährt 84 Meilen hin und zurück von Fort William nach Mallaig, über das Glenfinnan-Viadukt, das Harry und Ron im Film im fliegenden Ford Anglia überqueren. Wir haben ihn 2022 dort vom Hang aus vorbeidampfen sehen. Von Edinburgh fährst du mit dem Zug über Glasgow nach Fort William. Auch im Tal von Glencoe entstanden Szenen für Harry Potter. Fahrplan und Preise stehen unter Jacobite-Zug, Aussichtspunkte unter Glenfinnan-Viadukt.
Häufige Fragen
Ja, zu einem großen Teil. Rowling erzählt auf ihrer eigenen Website, dass sie mit den ersten drei Kapiteln des ersten Bandes nach Edinburgh zog und dort in jeder freien Minute weiterschrieb. Frühe Manuskripte entstanden in Cafés der Stadt, den letzten Band beendete sie im Hotel The Balmoral an der Princes Street.
Im Greyfriars Kirkyard in der Altstadt. Dort liegt Thomas Riddell, der 1806 starb. Tausende besuchen sein Grab, weil der Name an Tom Riddle erinnert, den späteren Lord Voldemort. Ob Rowling den Namen von hier hat, ist nicht bestätigt. Der Friedhof ist frei und rund um die Uhr offen.
Die bekanntesten sind das Café The Elephant House an der George IV Bridge, der Greyfriars Kirkyard mit seinen Grabnamen, die Victoria Street, George Heriot's School und die J.K. Rowling Suite im Balmoral. Dazu kommen Rowlings Handabdrücke vor den City Chambers. Belegt ist nur ein Teil, viele Bezüge stammen von Fans.
Eine Verbindung konnten wir nicht belegen. Auf der Esplanade vor dem Castle steht aber der Witches' Well, ein Brunnen von 1894, der an Hunderte unschuldig als Hexen verurteilte Menschen erinnert. Für Fans von Zauberei ist er einen kurzen Blick wert, wenn du ohnehin zum Castle hinaufgehst.
Im Hotel The Balmoral an der Princes Street. Dort signierte sie eine Marmorbüste des Hermes, als sie ihr letztes Buch in der Suite fertig geschrieben hatte, in Zimmer 552. Heute heißt es J.K. Rowling Suite. Das Buch ist Harry Potter and the Deathly Hallows, der letzte Band der Reihe.
Drehorte in der Stadt selbst konnten wir keine belegen. Gedreht wurde am Glenfinnan-Viadukt, über das der Jacobite-Zug fährt, und im Tal von Glencoe. Edinburgh ist vor allem die Stadt, in der die Bücher entstanden. Alle belegten Drehorte stehen unter Drehorte in Schottland.
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